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The network of the women´s museums
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Bürgermeisterinnen sind eine Seltenheit
05. Februar 2010, 11:13
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Eine Untersuchung nahm die Rolle der Frauen in der Politik auf regionaler und kommunaler Ebene unter die Lupe - Nur in vier Hauptstädten der Union steht eine Frau an der Spitze
Wien - Bürgermeisterinnen sind noch immer die große Ausnahme. Wie zum Beweis steht dann auch in nur vier der 27 Hauptstädte der Union eine Frau an der Spitze, dies geht aus einer Untersuchung des Instituts für Parlamentarismus und Demokratiefragen hervor. “Wo es einen hohen Prozentsatz an Frauen auf nationaler Ebene gibt, ist auch der Anteil auf regionaler und kommunaler Ebene höher”, erklärte Institutspräsident Werner Zögernitz.
Der aktuelle Bericht nahm die Rolle der Frauen in der Politik auf regionaler und kommunaler Ebene in den Mitgliedsstaaten unter die Lupe. Er ist eine Ergänzung der Studie des Instituts über Frauen in der Politik auf nationaler und europäischer Ebene, die im Herbst präsentiert wurde. In vier Hauptstädten Europas, nämlich Warschau, Sofia, Nikosia und Dublin gibt es eine Frau Bürgermeisterin.
In Österreich sind zwei Frauen an der Spitze
In Österreich gibt es in den neun Landeshauptstädten zwei Frauen an der Spitze, es sind dies Hilde Zach (Liste “Für Innsbruck”) in Innsbruck und Andrea Fraunschiel in Eisenstadt. Bundesweit sind unter den 2.357 OrtschefInnen nur 110 weiblich, das ist ein Anteil von 4,7 Prozent. Von diesen 110 gehören 55,4 Prozent der ÖVP an und 36,4 Prozent der SPÖ (8,2 Prozent anderen Gruppierungen). Österreich ist mit den knapp 5 Prozent hinter vielen EU-Ländern und in etwa gleichauf mit Ländern wie Rumänien und Slowenien. Spitzenreiter, was den Anteil weiblicher Ortschefs betrifft, sind Lettland mit 39 Prozent und Schweden mit 30 Prozent. In Griechenland ist ihr Anteil mit 3 Prozent am niedrigsten. Laut Angaben der Europäischen Kommission waren in der EU im Jahr 2007 nur 13 Prozent der Bürgermeister Frauen (ohne Irland).
Für den Bericht wurde auch der Frauenanteil in den Regionalbehörden untersucht (laut Kommission gibt es in 19 der 27 Mitgliedsstaaten Regionen, Anm.). In Ländern mit einem hohen Frauenanteil im nationalen Parlament ist auch der Anteil in den Regionalversammlungen (in Österreich sind dies die Landtage) ähnlich hoch. So sind etwa 47,3 Prozent der VertreterInnen im schwedischen Parlament Frauen, in den regionalen Versammlungen beläuft sich ihr Anteil auf 48 Prozent. Ähnlich verhält es sich in Deutschland: Im Bundestag beträgt der Frauenanteil 33 Prozent, in den regionalen Versammlungen 32 Prozent. Im EU-Durchschnitt beträgt der Frauenanteil in den Regionalversammlungen knapp 30 Prozent.
141 Frauen
Österreich entspricht hier mit 31,5 Prozent dem Durchschnitt: 141 der 448 Landtagsabgeordneten sind weiblich. Nur einem Landtag, dem Vorarlberger, steht eine Frau Präsidentin vor (11,1 Prozent). Der Frauenanteil in den Landtagen ist in Wien mit 42 Prozent am höchsten (42 der 100 Mandatare sind Frauen), gefolgt von Oberösterreich mit 39,3 Prozent (22 der 56 Abgeordneten sind Frauen) und Salzburg mit 38,9 Prozent (14 der 36 Landtagsabgeordneten sind Frauen). Am niedrigsten ist der Frauenanteil in Niederösterreich mit nur 17,9 Prozent (zehn von 56 Mandataren sind weiblich).
Von den 72 Landesregierungsmitgliedern in Österreich sind nur 21 Frauen (29,2 Prozent). Finnland weist hier etwa einen Anteil von 47 Prozent auf, in Schweden sind es 45 Prozent und in Spanien 38 Prozent. Mit Gabi Burgstaller gibt es in Österreich nur eine Landeshauptfrau. Die erste Landeschefin war übrigens Waltraud Klasnic in der Steiermark von 1996 bis 2005. Gar keine Frau gibt es einzig in der Kärntner Landesregierung. Die FPÖ hat österreichweit nur ein weibliches Landesregierungsmitglied, es ist dies die Niederösterreicherin Barbara Rosenkranz, jeweils zehn haben ÖVP und SPÖ.
“Der Anteil der Frauen in den Institutionen ist leicht steigend. Je wichtiger aber die Funktion ist, desto eher sind Männer an der Spitze. In wirklich mächtigen Positionen sind Frauen selten”, resümiert Zögernitz. Die StudienautorInnen kamen zu dem Schluss, dass Frauen oftmals das Image der Politik abschreckt. (APA)
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